Es muss nicht immer Burnout sein

Gesundheit am Arbeitsplatz liegt momentan voll im Trend. Egal, ob der Chef neuerdings dezent eine Schüssel Obst in der Küche platziert, sich die Mitarbeiterbefragungen zur Zufriedenheit am Arbeitsplatz in Besorgnis erregender Weise häufen oder gar ein komplettes „Employee Assistence Team“ – Kommando anrollt: Anscheinend liegt den Geschickelenkern in Vorstands- und Chefetagen nichts mehr am Herzen, als ihren Mitarbeitern Schlaganfall, Rückenschmerzen oder Burnout auszutreiben.

Und das ist auch gut so. Der aktuelle Schwenk spräche für einen überfälligen Mentalitätswechsel. Denn welches Unternehmen kann schon glaubhaft „den Mensch in den Mittelpunkt stellen“, wenn die Arbeitsbedingungen einen in den Wahnsinn treiben oder ein physische frühes Ableben fördern? Eben. Und es muss ja nicht gleich ums Ganze gehen, um die üblichen Schlagwörter wie Burnout, Mobbing oder Herzinfarkt. Die meisten arbeitenden Menschen leiden ja eher an kleinen Nicklichkeiten oder an gewissen sozialen Irritationen. Frei nach dem Motto: „Die (kollegiale) Hölle, das sind die anderen.“

In diesem Sinne hat mich ein Artikel durchaus auf humorvolle Art auf neue Krankheitsbilder gebracht, die in deutschen Unternehmen grassieren, die aber ihrer gerechtfertigten wissenschaftlichen Begutachtung leider noch harren. Als da unter anderem wären der Mir-egal-Infekt, der Drückedismus, die Beiläufigkeitsgrippe oder der Chronische Beschallungszwang: „Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei dieser Bürokrankheit um eine Zwangsstörung. Haben Sie also Geduld mit den betroffenen Kollegen: Sie können nämlich nicht anders! Erkrankte sind ganz einfach an ihren überdimensionalen Kopfhörern und einem permanent im Takt zuckenden Körperteil zu erkennen.“

Wer sich – nicht nur – für diese verbreiteten Bürokrankheiten interessiert, kann sich auf der sehr umfangreichen Seite www.personal-erfolg.de umschauen. Die Seite nimmt die verschiedensten Aspekte von Personalarbeit in Blogform unter die Lupe, von der Weiterbildung über die Personalvermittlung bis zum Arbeitsrecht.

Wenn der Personalreferent Ihres Vertrauens Ihnen also das nächste Mal einen anonymen Zufriedenheitsfragebogen in die Hand drückt, malen Sie einfach ein Extrakästchen drauf und bekennen Sie Ihren „Praktikanten-Kater“.

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Sara López
Gast
Sara López

Danke für den Artikel. Ich bin eine fan von Herr Väth. Ich glaube immer mehr, dass das Burnout Syndrom an uns selbst liegt, statt an der Umgebung. Ob die Arbeit stressig ist oder nicht, ob das Team nett ist odet nicht, wie die Mitarbeiter denken und wie sie die Situationen angehen hat eher viel mehr zu tun, eine psychische Erkrankung zu entwickeln. Schön wäre z.B. Seminare in den Unternehmen anbieten, auf die die Mitarbeiter Sozialkompetenzen lernen können und wo die Kommunikationsfähigkeiten sowie die Förderung eines schönen Klimas bearbeitet werden kann. Ich kann euch ein Portal vorschlagen, das ich interessant finde… Weiterlesen »

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