Lesetips: Führung, Zukunft der Arbeit, Gehalt

Herbstzeit ist Lesezeit. Jedenfalls, wenn man nicht gerade mit dem Laubbläser draußen herumrennt und den Nachbarn auf den Wecker fällt. Oder das Garagentor repariert. Oder…na, lassen wir das. Jedenfalls: Mir sind da einige interessante Studien in meine zarten Hände gefallen, die ich Ihnen nicht vorenthalten will.

Nach Prozessen und Strategie rückt nun der Mensch in den Fokus.

Da wäre zunächst die Trendstudie zur Zukunft der Führung (PDF-Download). Auf 42 Seiten werden hier die großen Trends der Führung evaluiert. Die Studie sticht für mich heraus, weil sie sehr klar die große Linie für das 21. Jahrhundert benennt:

Die zentrale Optimierungsaufgabe für Unternehmen Anfang des 20. Jahrhunderts waren Prozesse. Das war die Blütezzeit des Managements und des Taylorismus. Als im Verlauf des 20. Jahrhunderts Prozesse weitgehend beherrsch- und kopierbar geworden waren, wurde die zentrale Optimierungsaufgabe für Unternehmen: Strategie. Das war die Blütezeit des Topmanagements und der Strategieberater. Heute sind nicht nur Prozesse, sondern auch Strategien weitgehend beherrsch- und kopierbar geworden. Die zentrale Optimierungsaufgabe für Unternehmen Anfang des 21. Jahrhunderts lautet deshalb: Menschen.
Das geht mit meiner Theorie des „networked mind“ konform, dass wir die moderne Arbeitswelt mit dem menschlichen Geist versöhnen müssen. Wir müssen die Psychologie stärker in den Blick nehmen und dürfen Mitarbeiter – und Führungskräfte – nicht langer als „Menschenmaterial“ betrachten. Über die Zukunft des Coaching – das nur am Rande – sagen die Autoren:
«Der wichtigste und tatsächlich einzigartige Beitrag des Managements im 20. Jahrhundert war die fünfzigfache Steigerung der Produktivität der Industriearbeiter. Die Produktivität der Wissensarbeit und der Wissensarbeiter auf ähnliche Weise zu steigern, dürfte sich als der Beitrag erweisen, den das Management im Laufe des 21. Jahrhunderts leisten muss», gab der US-Management-Philosoph Peter F. Drucker 1999 dem Jahrhundert mit auf den Weg. Daraus dürfte eine Blütezeit des Coachings entstehen.

Quo vadis, HR?

Weiterhin dürfte für unsere Leser die Trendstudie zur Zukunft der Arbeit von großem Interesse sein. Diese kann man auf der Homepage von 2b AHEAD gegen Registrierung kostenlos herunterladen. In Zusammenarbeit mit SAP werden auf 53 Seiten sowohl allgemeine als auch ganz konkrete Empfehlungen abgegeben, wie sich Unternehmen und besonders HR auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten können:

Die hier vorliegende Studie benennt die wesentlichen strategischen Treiber für die Zukunft Ihrer HR-Strategien. Sie zeigt anhand sechs konkreter Strategieoptionen auf, was Personalvorstände und HR-Abteilungen heute tun müssen, um ihre HR-Strategien der Zukunft aufzubauen! Doch nicht nur das! Zusätzlich zu den sechs übergreifenden Strategievorschlägen beschreiben wir 48 konkrete Module, mit denen die HR-Verantwortlichen ihre Strategien Schritt für Schritt ergänzen und verändern können.

Allein die Ausarbeitung über den Split „Fluid Company“ vs. „Caring Company“ ist in meinen Augen ein „must read“.

Last, but not least: Das liebe Geld

Wenn die Blätter fallen, überlegen nicht wenige Menschen, ob sie nicht doch ihr Unternehmen wechseln wollen. Für diese ist unser letzter Lesetipp leider nicht gedacht. Für Hochschul-Absolventen, die beruflich erst noch enttäuscht werden wollen (oder beglückt, je nachdem), hat StepStone eine neue Gehaltsstudie für Absolventen herausgebracht (PDF-Download):

StepStone hat im August 2014 eine Online-Befragung zum Thema Gehalt durchgeführt. Rund 50.000 Fach- und Führungskräfte haben an dieser Umfrage teilgenommen. Für den Gehaltsreport für Absolventen wurden nur die Daten von Berufseinsteigern mit akademischer Ausbildung und weniger als zwei Jahren Berufserfahrung berücksichtigt. Der StepStone Gehaltsreport für Absolventen zeigt die durchschnittlichen Gehälter für Berufseinsteiger, aufgeteilt nach Anstellungsart, Branche, Berufsfeld, Region und Abschluss. Bei der Auswertung wurden aus Gründen der Vergleichbarkeit nur die Angaben derjenigen Umfrageteilnehmer berücksichtigt, die Vollzeit arbeiten.
Sei der Erste, der diesen Beitrag teilt!

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei
X