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Über Regulierungswut

Ich habe nichts gegen Gesetze oder den Staat. Im Gegenteil. Ich finde, der demokratisch legitimierte Rechtsstaat ist die zivilisierteste Erfindung, die die Menschheit je hervorgebracht hat. Wer das bestreitet, kann sich gern einmal in Caracas einmieten oder einige Monate unter der uigurischen Minderheit in China verbringen. Allein dort sollen über eine Million Uiguren in Umerziehungslagern sitzen. Doch auch bei uns

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Über Opferbereitschaft

Sinn ist gerade total angesagt. Alles muss Sinn machen: nicht nur der Job, sondern auch, was das Unternehmen selbst angeht. Letztens habe ich etwas gelesen von „Purpose-driven companies“, der Name ist Programm. Da wäre mir ehrlicherweise als erstes die Müllabfuhr eingefallen. Ich kenne fast kein Unternehmen, dessen Tätigkeit sinnvoller ist. Vielleicht noch Zahnärzte. Oder die Produzenten dieser kleinen Filzteilchen, die

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Über Cheftricks

Mein Schwiegervater ist kürzlich auf einen Telefontrick hereingefallen und hat sich seine Kontonummer aus den Rippen leiern lassen. Er ist nicht auf den Kopf gefallen und entsprechend vorsichtig. Trotzdem ist es passiert. Shit happens. Und er kam dann Gott sei Dank auch wieder aus der Nummer raus; im Internet kursierten bereits wirksame Tips gegen diesen speziellen Trick. In diesem Sinne:

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Über schlechte Planung

Als ich Ende der 1990er studierte, habe ich unter anderem als Kellner Tagesschichten in einem Erlanger Café geschoben. Die Tagesschicht war eher unbeliebt: Erstens war man allein, und zweitens musste man nicht nur Getränke machen, sondern auch Essen. Das war umständlich und zeitraubend. Insgesamt war meine Tagesschicht zwischen Küche, Kaffeemaschine und Kassieren Agilität pur. Insoweit bin ich durchaus mit dynamischen

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Über kundenorientierte Agilität

Gerade bin ich auf eine Meldung bei SPON gestoßen: Der Ex-Stabhochspringer Tim Lobinger, der schon länger an Leukämie erkrankt ist und seitdem gegen die Krankheit kämpft, hat keinen Handyvertrag bekommen – weil er die Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten nicht erfüllen könne. Diese Meldung macht mich aus mehrerlei Gründen sprachlos: ist es menschlich schäbig. Jeder, der sich über kaltherzigen Kapitalismus beschwert,

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Über finanzielle Verantwortung

Ich bin kein knausriger Typ. Aber auch kein Geldverschwender. Als Unternehmer überlege ich mir sehr gut, worin ich investiere. Ist die neue Software ihr Geld wert? Die Bürorenovierung für einen fünstelligen Betrag auch? Und egal, wie meine Entscheidung ausfällt, ich habe stets das Für und Wider abgewogen. Nicht nur, weil es manchmal um viel Geld geht. Sondern, weil es um

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Über Schweigekultur

Hier bin ich wieder. Stammleser meines Blogs haben sich gewundert, warum ich so lange keinen neuen Artikel mehr veröffentlicht habe. Der Grund ist einfach: Ich habe die letzten zwei Monate im Schaffenstunnel verbracht und ein neues Buch geschrieben. Das ist immer ziemlich anstrengend und bündelt meine komplette Konzentration, so dass ich „nebenraus“ keine anderen Texte schreiben kann. Aber jetzt ist

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New Worker allein im Wald

Die Wirtschaftswoche bringt eine Story über eine 32-jährige Kommunikationsberaterin. Diese zieht mit ihrem Mann aus der Großstadt Hamburg in die „Pampa“ des Wendlands und baut dort ein sogenanntes TinyHouse: 80 % der Materialien sind recycelt, Internet gibt es über ein selbstverlegtes Kabel und man macht Spaziergänge nun eben über „Feld, Wald und Wiesen“ und nicht mehr über den Hamburger-Szenekiez. So

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Arme Deutsche Post

Transparenz ist eine schöne Sache. Nur kann sie fürchterlich nach hinten losgehen; das erfährt gerade die Deutsche Post mit ihrem „Entfristungskriterienkatalog“. Da es schon genug Leute gibt, die sich darüber aufregen, will ich mal bewusst die Gegenseite ennehmen. Was also hat die Deutsche Post getan? Sie hat sich erdreistet, Leistungskriterien festzulegen für die Übernahme von einem befristeten in ein unbefristetes

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