Warum Jerry Yang an Yahoo scheitert

Es ist ein Kreuz mit seinen Kindern. Man zieht sie groß, leidet und freut sich mit ihnen. Und plötzlich sind sie erwachsen und wollen eigene Wege gehen. Das ist für manche Eltern schwer zu verkraften.

So ähnlich muss es wohl Jerry Yang gehen, dem Gründer von Yahoo. Anders ist das Gezerre um die Übernahme seines Unternehmens durch Microsoft nicht zu erklären. Yang fehlt die Fähigkeit, sein Lebenswerk im richtigen Moment zu krönen, indem er es loslässt.

Dies verbindet ihn mit vielen, vor allem mittelständischen Familienunternehmen. Auch dort arbeitet der Patriarch manchmal bis ins hohe Alter, ohne die Nachfolge zu regeln, eventuell Familienmitglieder einzuarbeiten und nach und nach die Macht abzugeben. Ein kluger Firmenlenker baut vor, denkt über die Periode des eigenen Schaffens hinaus. Hier zeigt sich die wahre Größe eines Unternehmers.

Unternehmerische Dramen wie im Fall Yahoo sind bedauerlich und enden meist mit einem Knall. Wahrscheinlich muss Yang gewaltsam aus seiner Burg vertrieben werden, um den Weg für eine Neuordnung von Yahoo freizumachen. Diesen unerfreulichen Abgang hätte sich der vielgerühmte Internet-Pionier ersparen können.

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